Einnahmen aus Flohmärkten finanzieren vielen englischen Schulen eine Renovierung oder ganze Computerausstattungen.
Einen der erfolgreichsten Flohmärkte veranstaltet die Chiswick Community School in London immer monatlich an jedem ersten Sonntag (bis auf Januar, sorry). Für ein Eintrittsgeld bzw. Maut von 10 Pfund (12,69 Euro) darf jeder aus seinem Kofferraum heraus verkaufen, die Miete eines Tisches kostet extra (5 Pfund/ 6,36 Euro). Die Schüler sind natürlich von dem Eintrittsgeld befreit. Wer nur zum Kaufen kommt, zahlt 50 Pence (64 Cent) Eintritt.
Hinter der Organisation steckt die sehr aktive Eltern-Lehrer-Organisation (Parent-Teacher Association, PTA), bei der gleich vier Teams abwechselnd monatlich den Flohmarkt organisieren und im sportlichen Wettbewerb stehen. Wer sich freiwillig zur Mitarbeit am Flohmarkt meldet wird auch nur schonende 3 Stunden eingesetzt, so dass sehr viele Eltern involviert sind.
Was 1984 mit gerade mal 80 Autos anfing ist inzwischen zum fünftgrößten Kofferraum-Flohmarkt (car boot sale) im Südost-England gewachsen. Die Eintrittsgelder spülten vergangenes Jahr ganze 58.000 Pfund (rund 77.000 Euro) in die kleine Schulkasse, mit denen zum Beispiel neue Computer finanziert wurden.
Auf ein solches Niveau schaffen es die Flohmärkte von deutschen Schulen meist noch nicht. Wir sind gespannt auf weitere Berichte über Flohmärkte an Schulen.
Verfasst von demarkt